Zweites Richtfest im Museumsquartier

22.05.2014 // Westfälischer Anzeiger

HAMM - Noch ist von den künftigen „Stadtvillen“ nur der Rohbau zu sehen und mehr grau als grün ist derzeit auch noch der Platz, auf dem eine Gartenanlage mit Spalierbäumen und Bänken entstehen soll: Hier türmt sich ein meterhoher Sandhaufen neben Schotterwegen. Doch das Museumsquartier in der Stadtmitte nimmt Formen an.

Eigentümer und Handwerker feierten gestern Richtfest im Museumsquartier. Der Rohbau der Villa Verde am Stadtbad 18 ist fertiggestellt, im Winter sollen die Eigentümer ihre Wohnungen beziehen können.

Am Mittwoch wurde an der Villa Verde das zweite Richtfest in der Anlage gefeiert. Die Villa Verde ist neben der Villa Amarilla und dem Appartementhaus das dritte Gebäude, an dem zurzeit auf dem Gelände gebaut wird, wo früher Hauptfeuerwache und Stadtbad standen.

„Man bekommt bereits einen Eindruck davon, wie es hier in einem halben Jahr aussehen wird“, sagte Reinhold Gierse von der Firma Heckmann Bauland & Wohnraum, der die zukünftigen Eigentümer und Handwerker auf dem Richtfest begrüßte.

In einem halben Jahr, ein Jahr nach der Grundsteinlegung, sollen die Eigentümer ihre neuen Wohnungen beziehen können. „Der milde Winter hat uns geholfen und der Bau liegt absolut im Zeitplan“, so Gierse. 20 der insgesamt 22 Eigentumswohnungen in der Villa Verde sind bereits verkauft. Zu Preisen zwischen 171.000 und 228.000 Euro. Rund 2200 Euro kostet der Quadratmeter in der Anlage, die unmittelbar im Zentrum von Hamm gelegen ist.

Die Stadtnähe war für Carsten Häuser und Sabrina Schramm ausschlaggebend für den Wohnungskauf. Im Winter beziehen sie ihre neue Eigentumswohnung im dritten Stock. „Wir arbeiten beide außerhalb, da kommt uns die Nähe zum Bahnhof sehr gelegen“, sagte Häuser „Wir wollten außerdem Eigentum, aber kein eigenes Haus, das wäre uns zu groß“, betonte Schramm.

60 Prozent der Käufer sind bisher private Eigentümer, 40 Prozent sind Investoren, die eine Wohnung als Kapitalanlage nutzen und weitervermieten. Zum Beispiel an die Senioren Ursula und Hans Oberdiek. „Wir waren vorher Eigentümer, aber das Haus ist mittlerweile zu groß für uns, um es zu bewirtschaften“, berichtete Ursula Oberdiek.
„Außerdem können wir durch die Lage wieder mehr am öffentlichen Leben teilnehmen“, führte Hans Oberdiek an. „Vielen der Käufer ist ihr Haus zu groß geworden, seitdem die Kinder aus dem Haus sind“, sagte Franz Venker, Vertriebsleiter der Baufirma Heckmann. Zum Großteil seien die Käufer Hammer, die aus anderen Bezirken in die Stadtmitte ziehen.

Bereits im Februar wurde Richtfest an der Villa Amarilla gefeiert. Deren 18 Wohnungen sind komplett verkauft. An 81 Atelierappartements wird außerdem in einem weiteren Gebäude gearbeitet. Im August sollen die Bauarbeiten zur dritten Stadtvilla Malva beginnen.

„Auch hier ist ein Drittel der Wohnungen bereits verkauft“, so Venker. Das Museumsquartier mit seinen insgesamt fünf Stadtvillen und dem Appartementhaus soll 2016 endgültig fertig sein.


© Foto Reiner Mroß

 

Quelle: Westfälischer Anzeiger